Missionsbericht: Ausbildungskursus Sendra 2
Ens. Benjamin Franklin

 =/= Deep Space Three
Wissenschaftsabteilung
Ens. Benjamin Franklin

Missionsbericht:
Ausbildungskursus Sendra 2

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Wir kamen mit dem Schulungsschiff "USS Montessori" am Abend des ersten Ausbildungstages bei Sendra zwei an. Nach dem Abendessen im Casino der Montessori wurden wir mit dem Ausbildungsleiter, Cpt. Brollachan, und den restlichen Ausbildnern auf den Planeten hinuntergebeamt. Uns wurden unsere Quartiere in einem Quartiercontainer zugeteilt, dann begann im Anschluss daran sofort unser erster Kurs. Es handelte sich dabei um "Kommunikationstraining". Währenddessen geschah etwas, was uns und die Ausbildner extrem beunruhigt, den Captain aber ruhig ließ. Mitten in der Kurspräsentation tauchte eine Mitteilung des Maquis auf. "Resistance is not futile. Resistance is never futile. Join the Maquis". Durch diese Mitteilung waren wir sechs Kadetten etwas verwirrt, was zur Folge hatte, daß wir munkelten, wie denn sowas passieren konnte. Der Captain aber tat das als harmlosen Fehler ab und beachtete das nicht weiter.

Der zweite Kurs, den wir an diesem Abend hatten, war der erste Teil von "Bewegung im Feld". Wir erkundeten kurz das Gelände, hatten dann aber sofort Kontakt mit einer Klingonin, die uns im ersten Moment für Affenwesen hielt, dann aber merkte, wer wir waren. Sie erzählte uns von diesen Affenwesen, was diese konnten und wie deren physische Eigenschaften waren. Dann drangen wir weiter in den Wald vor, wobei wir auf genau soeinen Affen trafen. Er war knapp zwei Meter hoch, helles Fell und hatte ca 90cm lange Krallen, mit denen er sicherlich einigen Schaden anrichten konnte. Die Klingonin, die sich als Schürferin ausgab, klärte uns auf, daß sich die Affen durch lautes Gebrüll vertreiben liessen. Wir rannten dem Affen entgegen, und vertrieben ihn wie beschrieben mit lautem Gebrüll.

Dann gingen wir durch den Wald, erforschten im Dunkeln etwas den Wald und kehrten dann zurück zu unseren Quartieren. Wir verbrachten die restliche Zeit bis zum Schlafengehen mit Reden und gingen dann gemeinsam in unseren Container, um die Nacht dort zu verbringen.

Am nächsten Morgen traten wir an, um unseren Morgenlauf durchzuführen. Es war eine 30km lange Strecke geplant, die wir in Runden zurücklegen mußten. Allerdings trafen wir in der ersten Runde, die wir noch nicht einmal beendet hatten, die Leiche der ermordeten Klingonin. Cmdr. Tokayer brach den Morgenlauf sofort ab und wir brachten die Leiche in unseren Schulungscontainer und verwahrten sie in einem Stasisfeld. Wir begannen eine Untersuchung des Geländes und trafen auf ein Camp der Schürfer. Die restlichen zwei waren noch da und waren natürlich erbost über unser Auftauchen. Wir konnten sie aber zu einem Frühstück einladen, wo wir sie dann in Gewahrsam nehmen würden.

Anschließend an dieses Erlebnis begannen wir mit unserem Frühstück und etwas verspätet begann der nächste Kursteil. "Brückenübungen" Darin wurde uns erklärt, wie man sich als Brückencrew zu verhalten hat, worauf man achten muß und so weiter. Während des Kurses tauchte wieder diese Nachricht des Maquis auf, was aber durch ein Backup gefixt wurde. Wir konnten den Kurs aber ohne weitere Probleme abschließen.

Nach diesem ereignissreichen Vormittag genossen wir unser Mittagessen, welches wir ebenfalls verspätet zu uns nahmen. Nach dem Mittagessen kam der interessanteste Teil. Die Brückensimulationen und die Enterübungen waren zeitgleich, was unsere kleine Truppe in zwei Gruppen teilte. Die erste Gruppe, bei der ich dabei war, war mit der Brückensimulation zuerst dran. Wir waren mit der USS Tin Can, dem Holo-Schiff, unterwegs in den Badlands, um einen Hilferuf zu folgen. Der Maquis war es wieder, der uns dreinpfuschte in der Mission, dann begannen wir erneut und diesmal war ich der, der die Befehle gab, was eine simulierte Katastrophe ergab. Daraus folgernd beschloss ich, daß ich Befehle erst geben wollte, wenn ich mehr Erfahrung im Umgang mit dem Fein habe.

Anschließend an die Brückensimulation war die Enterübung, die unser taktisches Verständnis trainieren sollte. Wir scheiterten aber kläglich und so konnten wir nicht wirklich das Lob unseres Ausbildners, Chief Reinberg, gewinnen. Anschließend an die Enterübungen kam der Kurs von Cpt. Brollachan. "Informationssicherheitsphilosophie" Es ging um die Sicherheit der Informationen, und was man mit ihnen mitteilen wollte. Was uns allen auffiel war, daß keine Mitteilung des Maquis auftauchte. Das machte uns auch stutzig, aber es war uns noch nicht möglich, darüber zu reden.

Der heftigste Teil der Ausbildung begann nach dem Kurs des Captain´s. "Bewegung im Feld, Teil 2". Wir wurden vom Chief, Cmdr. Tokayer und Lieutenant Toscane in den Wald geführt, wo wir auf zwei Stellen seltsame Eier fanden, die der Commander und der Lieutenant unbedingt sichern wollten. Der Chief war aber dagegen und so brachten wir uns unserem Absetzpunkt näher. Wir simulierten einen Transport auf einen Planeten, in dem wir in ein Camp mußten ohne gesehen und gehört zu werden.

Es gelang uns, nach 210 Minuten und 600 Metern die Aufgabe im Camp positiv zu absolvieren. Der Chief lud uns auf eine Runde Bier ein, das wir zum Abendessen schmecken liessen. Dann begaben wir uns in unseren Quartiercontainer und begannen uns zu besprechen. Wir mußten der Situation Herr werden und die Bedrohung des Maquis abwenden. Als solche erachteten wir sie bis zu diesem Zeitpunkt. Wir schwirrten aus, versuchten Waffen zu organisieren und anschließend endete die Sache etwas im Debakel. Die Ausbildner setzten uns gefangen im Holodeckcontainer und gaben sich zu erkennen. Es war eine uralte, wurmförmige Rasse mit Namen Nurbs, die sich der Ausbildner bemächtig hatte. Wir begannen zu verhandeln, was Ensign Verner besonders gut gelang. Einen Phaser bekamen wir und sonst wollten wir die Übungswaffen haben. Durch langwierige Verhandlungen gelang es uns an die Übungswaffen zu gelangen. Wir stürmten den Hauptcontainer und setzten die Ausbilder fest. Die ganze Nacht wurden sie bewacht und am nächsten Morgen nahmen wir Kontakt mit der USS Montessori auf, daß sie uns und die besetzten Ausbildner abholen sollte.

Der Captain der Montessori war ein langjähriger Freund von Cpt. Brollachan, was die Sache etwas erschwerte. Aber wir konnten dennoch ihn davon überzeugen, daß wir die Guten sind und so gelang es uns, die Symbionten aus den Ausbildnern zu entfernen. Die Hohepriesterin stellte sich dazu gegen ihr Volk und half uns, diese Arbeit zu tätigen. Dann wurden wir mit dem Shuttle "Pestalozzi" auf die Montessori gebracht, von der aus ich diesen Bericht verfasse.


=/= End Transmission =/= 

   
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Missionsbericht: Ausbildungskursus Sendra 2
Petty Officer 2nd Class Chris Carter

=/= Petty Officer 2nd Class Chris Carter - Sicherheit i.A. =/=

=/= Sendra II , Ausbildungscamp =/=

"Gentlemen, willkommen im Ausbildungscamp der Sternenflotte auf Sendra II.", begrüßte uns der freundliche Captain, der Leiter dieser Einrichtung war und damit die Aufsicht über unsere Ausbildung führen würde. Neben mir standen die Ensigns Franklin und O?Connor. Wir lauschten den Worten des Mannes, der für vier Tage unser Vorgesetzter sein würde genau und bezogen nach der Ansprache unseren Quartiercontainer. Er befand sich etwa dreißig Meter vom Schulungscontainer entfernt und war mit den anderen Gebäuden um einen großen Rasenplatz angeordnet, in dessen Mitte eine antiquierte Sporteinrichtung zu finden war. Wie Ensign Verner mir erklärte, handelte es sicher dabei um zwei Tore, die mit entsprechender Markierung das Spielfeld für ein Spiel namens Fußball darstellten.

Im Gemeinschaftsquartier war dann Gelegenheit, alle Offiziere kennenzulernen, die mit mir diese Ausbildung machen würden. Der Ranghöchste unter ihnen war Lieutenant Silok, der wie für einen Vulkanier typisch sehr ruhig und wohl formuliert sprach. Ebenfalls ein Vulkanier, aber bei weitem nicht so weit fortgeschritten in der mentalen Disziplin, war Petty Officer 3rd Class Sevok, der rangniedrigste Unteroffizier auf Sendra II. Der Rest der kleinen Gruppe bestand ausschließlich aus Terranern. Zum einen war da der Wissenschaftler von Starbase 3, Ensign Benjamin Franklin. Eine weitestgehend unauffällige Persönlichkeit, deren Forscherdrang an einige Stellen durchbrach. Außerdem im Range eines Ensign war der dritte Sicherheitsoffizier Verner. Seine lockere Einstellung zu den Statuten der Sternenflotte und zu der Kommandostruktur wurden bereits hier deutlich. Außerhalb des Dienstes war er zudem ein ausgesprochen lustiger Zeitgenosse, der es hin und wieder sichtlich genoß, die beiden Vulkanier aufzuziehen. Zu guter Letzt befand sich der Cadet Michael O'Conner mit uns auf dem Quartier. Er war ebenso wie Franklin ein ruhiger Zeitgenosse, der meines Erachtens für einen Offizier zu schüchtern an seine Aufgaben heranging.

Nachdem diese Vorstellungsrunde abgeschlossen war, wurden wir auch schon von den Ausbildern in den Ausbildungscontainer gebeten, wo wir von Lieutenant Toscane die Grundlagen von Kommunikation erklärt bekamen. Für meinen Geschmack glitt sie dabei viel zu sehr in sprachwissenschaftliche Ebenen ab, die ich auf meinem Posten beim besten Willen nicht gebrauchen kann.

Nach dem Vortrag, der sich fast zu einem ganzen Kurs auswuchs, übernahm Senior Chief Reinberg dann unsere Gruppe. Bereits bei den ersten Worten, mit denen er uns erklärte, was unsere kleine Geländebegehung bezwecken sollte, konnte ich erkennen, daß ich mal wieder an einen dieser Schleifer geraten war, der uns sicher keine Ruhe lassen würde, bis wir erschöpft zusammenbrachen. Die anderen schienen das jedoch nicht zu bemerken, denn die meisten von ihnen - von den Vulkaniern mal abgesehen - nahmen die Protokolle sehr locker und standen nicht einmal in Haltung während der Chief sprach. Doch ihn schien das zunächst nicht zu stören und so beging er zunächst mit uns den Lagerplatz und verlangte von uns, daß wir uns markante Punkte einprägen, damit wir später jederzeit mit präzisen Angaben dienen konnten.

Nachdem wir so eine Runde über den Platz gedreht hatten und der Chief einige ironische und selbstgefällige Bemerkungen über die Sachen gemacht hatte, die wir vergessen hatten, gingen wir weiter in den nahegelegenen Wald. Über eine Holzbrücke, die über einen kleinen Bach führte, und einen etwa zwanzig Meter langen Pfad gelangten wir an eine Kreuzung, von der aus wir in alle drei Richtungen in den Wald gehen konnten. Nach kurzer Einweisung von Chief Reinberg wollten wir uns gerade auf den Weg machen, den Wald in zwei Gruppen zu erkunden, als uns aus einer Richtung die Klingonin wild brüllend entgegenkam. "Geht weg! Verschwindet endlich! Haut ab!", schrie sie uns an und die verdutze Gruppe wich ein paar Schritte zurück. Mit einem schnellen Griff an die Hüfte rief ich mir in Erinnerung, daß man uns die Phaser ja abgenommen hatte. Im Augenwinkel konnte ich erkennen, daß Ensign Verner den selben Griff getan hatte. Diese Sorge war jedoch völlig unbegründet, da die Klingonin sofort mit ihrem Geschrei innehielt, als sie unsere Gesichter und unsere Uniformen auch im Halbdunkel erkennen konnte. "Ich dachte, ihr seid welche von diesen Affen.", erklärte sie ihre offengestanden lächerliche Aktion.

Chief Reinberg, der als einziger Ausbilder die Gruppe begleitete, erklärte ihr daraufhin kurz, daß wir hier eine Übung durchführten, und bat die Klingonin darum, diese durchführen zu dürfen. Diese erklärte, es sei ihr egal, ob wir durch den Wald streunen würden, sie warne nur vor ihren Begleitern, die sich zu unserer Rechten im Wald befänden. Diese seien aggressiv und feindselig. Da der Chief jedoch auf einer Geländeerkundung - wohlgemerkt in tiefster Dunkelheit - bestand, teilten wir uns in zwei Teams auf und sahen uns im umliegenden Wald näher um. Dabei mußten wir der Klingonin ausweichen, die auf einem Weg irgendwohin ging und später auch wieder zurück kehrte. Wir kamen aufgrund der Unwegsamkeit neben den Wegen nicht soweit, daß wir ihr Ziel hätten sehen können, oder auf einen der Schürfer trafen.

Bevor wir wirklich tief in den Wald eindringen konnten, bekamen wir mit, daß das andere Team wohl auf einen dieser Affen gestoßen war. Wir eilten sofort zur Hilfe, konnten jedoch durch die Klingonin erfahren, daß die Affen sich von Gebrüll vertreiben ließen. Also blieb uns nichts anderes als die peinliche Aktion der Kriegerin nachzuahmen und den Affen mit gemeinschaftlichem Gebrüll zu verjagen. Nachdem auch das erledigt war, machten wir uns wieder in den Teams auf den Weg in den Wald, den es zu erkunden galt. Nach einiger Zeit rief uns der Chief dann wieder zu sich und resümierte deutlich negativ über die Übung. Während ich und Verner die Kritik über die unklare Strukturierung der Teams einfach wegsteckten, diskutierte der Wissenschaftler Silok mit unserem Ausbilder drüber. Diese Diskussion brachte uns einige Minuten Strammstehen in der Kälte ein, was mich aber nicht sonderlich störte. Dennoch war ich froh, als der Chief schlußendlich die Diskussion ins Casino verlagerte und wir unser Abendessen genießen konnten. Doch der Lieutenant führte die angebrochene Diskussion dort weiter und sorgte dafür, daß sich jetzt sogar Captain Brollachen einschaltete und seinem Ausbilder den Rücken stärkte. Ich weiß nicht, wie lange diese Diskussion noch andauerte, da ich frühzeitig schlafen ging und nicht mehr mitbekam, wie Lieutenant Silok in unser Quartier zurückkehrte.

=/= Cadet 2nd Class Chris Carter =/=
Derzeit stationiert auf der USS Curie, NCC 76914
Fachrichtung: Sicherheit

   
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Missionsbericht: Ausbildungskursus Sendra 2
John McNamarra, Zivilist

=/= Herbstein, Terra
Ausbildungscamp Epsilon der Sternenflottenakademie
John McNamarra, Zivilist
Missionsbericht:
Ausbildungskursus Sendra 2
=/=
Nun, als Ziviler Mitarbeiter der Flotte ist es mir nicht ganz geläufig, mich in Berichten zu befleißigen, doch die Leitung der Mission „Sendra 2“ besteht darauf, daß selbst ich, ein nun einmal wirklich unwichtiges Rädchen in Ausbildungsgetriebe einige Worte dazu verfasse, was auf Sendra 2 vorgefallen ist.

Zunächst einmal über meine eigene Verwendung bei der Mission:
Ich wurde primär als Leiter der Marketenderei mitgeführt, war also für das außerdienstliche Wohlbefinden der Crew verantwortlich.
Sekundär wurde ich darum gebeten, den jungen Leuten, die die Ehre zu verköstigen ich hatte auch gewisse grundlegende Fähigkeiten im sicheren Umgang mit der Übungshandwaffe „Mark 3a Standard mit Feldschirmgenerator“ zu vermitteln, was mir aufgrund der der Flotte bekannten Vorkenntnisse meiner Wenigkeit auch einigermaßen gelang.
Eine Tertiäraufgabe ähnlicher Art erledigte ich unter dem Kommando des Chief Reinberg im Kurs „Bewegung im Feld, Teil 2“, wo ich einige meiner ObTac-Kenntnisse zu vermitteln die Ehre hatte.

Zum inzwischen bekannten Zeitpunkt der Übernahme unseres hochgeschätzten Captains Brollachan ist mir persönlich keine Änderung aufgefallen, da ich im Wesentlichen zu dieser Zeit mit meinen Primäraufgaben beschäftigt war und dann die Vorbereitungen zu meinem Sekundäraufgabenbereich zu beginnen hatte.

Im Verlauf der Ausbildung an der Waffe fielen mir zwei Kadetten besonders auf:
Zum ersten der junge Voerner:
Er hat nach meinem Dafürhalten bis dahin noch etwas an seiner Disziplin zu feilen. Sein Geschick im Umgang mit Handwaffen allerdings ist auf einen annehmbaren Stand.
Des weiteren war da dieser Mister Franklin. Ihm sollte man eventuell einen zusätzlichen Kurs zur Handhabung der Handwaffe antragen.

Beim tertiären Teil meiner Aufgabe fiel wiederum Mister Voerner auf, der sich zusammen mit einem Kameraden nach vorn aus der Meldekette entfernte und für rund 60 Minuten verloren schien. Hier erscheint es mir allerdings nicht notwendig, den Herren zusätzlichen Unterricht zu erteilen, da sie den Anschein erwecken konnten, daraus gelernt zu haben. Den Kadetten kann ich ansonsten bescheinigen, sich hervorragend den Verhältnissen der dortigen Landschaft angepaßt zu haben. Für Ihren Ausbildungsstand gesehen haben sie innerhalb kürzester Zeit die wesentlichen Verhaltensparameter angemessen beherrscht. Lediglich die Meldekette und die Geräuschtarnung ließ an einigen Stellen zu wünschen übrig. Zum Ende der Übung hin funktionierte jedoch die Meldekette einwandfrei. Auffällig war, daß der Leiter der Marschgruppe trotz Sicht zum Mond von Sendra 2 nicht in der Lage war, eine halbwegs gerade Marschlinie zum Missionsendpunkt einzuhalten. Man hätte diesem Manne die Verwendung der Gestirne und einer Uhr zur Richtungsbestimmung noch einmal erläutern sollen.

Nach der Absolvierung dieser Aufgabe kam es beim Abendessen zu Verhaltensweisen der Ausbildungsoffiziere, die selbst beim besten Wohlwollen als „eines Offiziers unwürdig“ umschrieben werden müssen.
Wie heute bekannt waren zu der Zeit alle Ausbilder in der Gewalt der Nurbs, weshalb sie nicht dafür belangt werden sollten.
Die Kadetten verschwanden auffällig plötzlich in ihrem Quartier. Ich entschloß mich, den Ausbildern mein Vertrauen zu entziehen und nahm Kontakt zu den Kadetten auf.
Man bat mich, die Ausbildungwaffen zugänglich zu machen, was mir auch fast gelang. Beim Versuch diese zu übergeben wurde ich allerdings gefaßt und im Brückensimulationscontainer festgesetzt, die Ausbildungswaffen wurden wieder sichergestellt.

Im Verlauf der nächsten Minuten wurden auch die auszubildenden Jungoffiziere ergriffen und festgesetzt.
Da die Nurbs den Fehler machten, uns in einem autarken Simulationscontainer gefangen zu halten, gelang es den technischen Offizieren unter den Auszubildenden die Kontrollen der Simulation soweit zu modifizieren, daß die Nurbs weder eindringen konnten, noch die Lebenserhaltungssysteme modifizieren konnten.
Sie waren gezwungen über Kommunikatoren in Verhandlungen zu treten.
Hier fiel wiederum Voerner auf, der offensichtlich über einen reichen Erfahrungsschatz und ein gerüttelt Maß an Phantasie verfügt.
Voerner war in der Lage durch eine höchst ungewöhnliche Verhandlungsführung die Nurbs dazu zu bewegen uns einen Phaser zur Verfügung zu stellen. Zwar hatte man die Energiezellen geleert, jedoch nicht bedacht, daß es bei Überbrückung der Sicherheitskreise der Simulation ein Leichtes ist, sowohl den Phaser wieder aufzuladen, noch Übungswaffen zu replizieren.
Hier sei noch einmal der hervorragende technische Ausbildungsstand der technischen Offiziere der Ausbildungsgruppe erwähnt.

Es gelang, einen Ausbruch zu bewerkstelligen und die Ausbilder im Hauptcontainer festzusetzen, wo sie unter ständiger Bewachung die Nacht verbrachten.
Leider gelang es nicht, den Basken zu fassen, der offensichtlich der Oberste der Nurbs war. Dieser konnte mit dem Schiff Kontakt aufnehmen, nachdem er in der Nacht noch über zehn Kilometer vom Camp entfernt die Notkommunikationsanlage aufbaute.

Im Verlauf des Vormittags kam es dann zum Kontakt mit der USS Montessori, deren Captain Aufgrund der Meldungen des Basken von einer Meuterei der Kadetten ausgehen mußte.
Auch hier erwies sich Voerner als geschickter und vorsichtiger Verhandlungsführer.
Nach Übergabe eines Ausbilders an die Montessori, was unter strengster Quarantäne geschah, wurde innerhalb kurzer Zeit die Situation vom Captain der Montessori, der nun im Groben über die Vorgänge informiert war und die Bedrohung durch die Nurbs erkannte, übernommen.

Abschließend möchte ich den Auszubildenden für ihre vorbildliche Reaktion bei der Klärung der Bedrohung durch die Nurbs danken. Sie haben ohne Verluste von Intelligentem Leben eine Bedrohung abgewendet, die der gesamten bekannten Galaxis großen Schaden hätte zufügen können.

 

John McNamarra
Barmann